Chupacabra-Fakes

Autor: Gal Fàn

Hi,

in diesem Artikel wird es rund um das Thema Fakes im Bereich des Chupacabra gehen!

Da dieses Blog hauptsächlich für Fakes zuständig ist, werde ich von einer kompletten Erklärung der ganzen Chupacabrageschichte absehen und nur einen kleinen Überblick für das richtige Verständnis geben. Wer mehr Informationen wünscht, dem empfehle ich, ein wenig auf www.kryptozoologie.net oder www.kryptozoologie-online.de zu stöbern, dort erfährt man einiges. Ebenfalls kann ich zu dem Bericht von Michael Schneider raten, welcher sich viel mit dem Chupacabra beschäftigt hat.

Unterschieden werden muss zwischen dem Phänomen und dem Wesen Chupacabra. Das Phänomen ist das Auftreten von scheinbar nur durch kleine Einstiche am Hals ausgesaugten Tieren bis etwa zur Größe eines Schafes, bevorzugt in Süd- und Mittelamerika, wo die Legende des Chupcabra entstand. Allerdings findet man auch in den USA und selbst auf anderen Kontinenten, weitab vom Ursprungsort, scheinbar ausgesaugte aber ansonsten unangetastete Tiere.

Die Tatsache, dass kein bekanntes landlebendes Raubtier existiert, welches seine Opfer lediglicht vampirartig aussaugt aber nicht frisst, sowie Fehlsichtungen, Missinterpretationen, Phantasie und nicht zuletzt Fakes haben dazu geführt, dass der Glaube umgeht, eine Art Vampir wäre für die Ereignisse verantwortlich.

Tatsächlich ist eine einzige ,,größere” Tierart im Ursprungsgebiet des Chupacabra verbreitet, die sich ausschließlich von Blut ernährt und dieses zum Teil auch wirklich aussaugt. Die Rede ist von Vampirfledermäusen (Desmodontinae), jedoch können sie angesichts ihrer Körpergröße von um die 9cm guten Gewissens ausgeschlossen werden, sie sind schlicht zu klein und zu schwach etwa für Ziegen und Schafe.

Schleicht also wirklich ein unbekanntes, vampirartiges Wesen umher und überfällt Nutztiere argloser Bauern? Nein, die Lösung ist viel einfacher: Blut enthält wichtige Nährstoffe und Salze, die in den betroffenen Regionen für Tiere nicht einfach zu haben sind. Analogieschlüsse zum manchmal beobachteten Verhalten europäischer Marder und afrikanischer Schimpansen lassen vermuten, dass es sich beim Chupacabra im Grunde lediglich um verschiedene Raubtiere handelt, die hin und wieder leicht erreichbare Nutztiere töten und deren Blut auflecken, um sich ein plus an Nährstoffen und Salzen zu besorgen. Das restliche, nicht aufgeleckte Blut verbleibt entweder im Körper und gerinnt oder, sofern schon ausgelaufen, zersetzt sich schnell.

Soweit zum Phänomen.

Nun komme ich zum Wesen und von da zu den Fakes:

Das oben beschriebene Verhalten schon bekannter Raubtiere mutet seltsam an und ist in der breiten Öffentlichkeit eher unbekannt. Dies hat zusammen mit Missinterpretationen von Spuren, undeutlichen Sichtungen, Phantasie und nicht zuletzt daraus entstandenen Fakes dazu geführt, dass der Glaube an das Wesen Chupacabra entstand.

Es gibt eine Menge verschiedener Beschreibungen dieses Wesens, was es schwierig macht, eine eindeutige Beschreibung zu finden.

Allerdings ist es möglich, wenigstens zwei Grundtypen auszumachen, auf deren Basis immer wieder Fälschungen auftreten:

Da wäre zum einen der ,,Alientyp”

chupacabra6.jpg

Dieser Typ ist besonders in Kreisen der Ufologie, der paranormalen Phänomene und der Verschwörungstheoretiker beliebt. Die besonderen Kennzeichen sind unschwer zu erkennen, kleiner, tropfenförmiger Kopf, große, leuchtende Augen, Stacheln auf dem Rücken, halbaufrechter Gang auf zwei Beinen. Die Haut besitzt Ähnlichkeit mit der Schuppenhaut von Schlangen, wenn man Augenzeugenberichten Glauben schenken darf, an den Vorderbeinen befinden sich Klauen.

Besondere Eigenschaften variieren, oftmals findet sich große Schnelligkeit und die Fähigkeit, sich hervorragend an Hintergründe farblich anzupassen. Entstehungstheorien sind in der Regel ausgesetztes oder entlaufenes Alienhaustier oder Genexperiment, seltener natürliche Entstehung.

Im Vergleich zm zweiten Grundtyp sind Fakes bei diesem weniger häufig anzutreffen. Der Grund: Die schwierige Herstellung.

Es gibt kaum eine Möglichkeit, echte tote Tiere so zu präparieren, dass sie dem obigen Bild wirklich gleichen, was natürlich das Ziel des Fakes sein sollte. Folglich müsste ein Fakekörper zum großen Teil künstlich hergestellt werden, soll eine Ganzkörperansicht etwa beim fotographieren möglich sein. Für Laien ist es jedoch schwierig, ohne spezielle Materialien wirklich natürlich wirkende Haut, Knochen und Fleisch zu simulieren. Normalerweise besteht ein gummiartiger Touch, nur selten gelingt eine gute Version.

Aus diesem Grund ist dieser Typ auch in der Hauptsache aufgrund von Augenzeugenberichten bekannt.

Meines Erachtens bleiben einem geschickten Fälscher aber die Möglichkeiten, nur Teile des Alientyps abzulichten und/oder an der Bildaufnahme herumzuspielen, so dass die künstliche Herstellung schwerer zu erkennen ist (Unschärfe, Dunkelheit, Nebel…).

Also Leute, Augen auf bei dem, was ihr euch anschaut.

Der zweite, wesentlich häufiger anzutreffende Typ ist ein Wesen auf vier Beinen.

Es gibt derart viele Variationen dieses ,,Chupacabras”, dass der Versuch einer genauen Beschreibung wenig Sinn machen würde.

Zur Ansicht empfehle ich besonders http://tbn0.google.com/images?q=tbn:XCL3aN2eZbgSbM:http://users.cihost.com/ata/zoo/chup.jpg

http://tbn0.google.com/images?q=tbn:MyVWxUdHFj81mM:http://www.cosenascoste.com/chupacabra/chupacabra.jpg

http://tbn0.google.com/images?q=tbn:OcV7BV5fWINFHM:http://i30.photobucket.com/albums/c328/rasputin_1979/chupacabra.jpg

http://tbn0.google.com/images?q=tbn:Z9Z0kL1yxnFpRM:http://chupacabrablog.org/wp-content/uploads/2007/10/chupacabra2.jpg

http://tbn0.google.com/images?q=tbn:WeNNd_uAZ_yJ6M:http://www.rense.com/general4/chupaskull.jpg

Dieser Typ tritt deshalb häufiger und in vielen Variationen auf, weil er wesentlich mehr Spielraum und Möglichkeiten zur Darstellung bietet.

Als kleine Information: Wer etwas schwache Nerven oder grad gegessen hat, der sollte später weiterlesen ;) ! Manche Methoden, die bei Fakes angewandt werden, sind nicht sehr ästhethisch.

Durch die Veränderung von echten getöteten Tieren, zum Beispiel von Hundeartigen, Katzenartigen und anderen Raubtieren der kleineren Sorte wird jenen ,,Chupacabras” eine größere Echtheit verliehen. Denn im Normalfall besitzen echte Haut, Fleisch, Knochen, Zähne etc. unverwechselbare Merkmale und Strukturen, an denen sie zu erkennen sind. Von ihrem Grundaufbau her bieten dabei besonders Hunde ein gutes ,,Rohmodell”. Meistens findet man Veränderungen im Gebiss, die Zähne werden gespitzt und verlängert (Fangzähne), um sie gefährlicher erscheinen zu lassen und die typischen Vampirzähne zu erschaffen. Dazu findet man Ausführungen mit Veränderungen am Knochengerüst. Beispielsweise können Schädel- und andere Knochen in die vorgestellte Form gebrochen, entfernt oder durch kleine, hölzerne oder metallene Einsätze verändert werden.

Ein genaues Vorgehen kann, wie gesagt, durch die Vielfalt der Fakes nicht beschrieben werden, es hängt von den Vorstellungen des Fakers ab, wie der Chupacabra ausschaut.

Desweiteren fügen manche Faker noch neue Körperteile hinzu, um ihre Kreation zu verbessern, sie versehen ein Tier mit Rückenstacheln, längeren Klauen und anderen Teilen, manchmal kommen auch Bestandteile von anderen Tieren zum Einsatz, allerdings ist mir diese Form bisher nicht ganz so häufig untergekommen.

Veränderungen der Hautoberfläche werden unter anderem durch Hitzeeinfluss, Flüssigkeiten, Färben oder schlichte Austrocknung oder Kombinationen erreicht. Etwa wird versucht, lederartige oder schuppige Strukturen zu erzeugen.

Nicht zu vergessen ist auch die Art der Photoaufnahme. Verständlicherweise wird es ein Faker vermeiden, sein Werk bei voller, guter Beleuchtung von allen Seiten aufzunehmen. Normalerweise wird es aus nur einem bis zwei Winkeln und Perspektiven aufgenommen, die eine genaue Analyse erschweren, zum Beispiel eine genaue Zahnanalyse, die einen Hundeschädel entlarven würde. Auch die Aufnahme von nur einer Seite oder zwei schlecht vergleichbaren (etwa rechte Körperseite und Teil Hinterseite) ist keine Seltenheit. Auffällige Unregelmäßigkeiten im Körperbau werden so verschleiert.

Im weiteren Ablauf stehen natürlich noch Methoden zur Verfügung wie Unschärfe durch Bildbearbeitungsprogramme, undeutliche Lichtverhältnisse, Nebel oder das ablichten lediglich von Körperteilen des ,,Chupacabra”, welches öfters zu beobachten ist (gerne wird der Kopf gewählt).

Einen Sonderfall, auf den ich gerne hinweisen möchte, sind gewisse Kunstobjekte, die wegen ihres bizarren Aussehens zu angeblichen Chupacabras werden. Das in der Liste gezeigte Bild

http://tbn0.google.com/images?q=tbn:YGWFfNTvzJv8bM:http://www.trollart.com/slides/amazonslides/images/IMG_1345.jpg

ist ein solches Werk. Auch einige Werke eines japanischen Künstlers (dessen genauen Namen werde ich noch aufzutreiben versuchen) sowie der Australierin Patricia Piccinini sind als Chupacabras in Umlauf und halten sich wegen ihrer klarerweise sehr professionellen Machart als Beweise für die Chupacabras gut. Im Grunde stellen sie keine wirklichen Fakes dar, da sie nicht in Betrugsabsicht kreiert wurden, über die Ästhethik lässt sich streiten.

Damit wäre ich zuerst einmal am Ende angelangt ^^.

Werde mich nun neuen Fakes zuwenden und wenn die Zeit mal da ist, auf besondere Chupacabra-Fakes genauer eingehen. Die Liste wird selbstverständlich möglichst aktuell gehalten.

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6. August 2010, 20:52 Uhr